Herbstberichte
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Herbstbericht 2011

Der Jahrgang 2011 war voller Überraschungen und hat uns teilweise sehr beunruhigt.

Der April war so warm, dass man das Gefühl hatte, der Frühling fällt aus und wir gehen nahtlos vom Winter in den Sommer über.

Dementsprechend begann der Austrieb ungefähr drei Wochen früher als in normalen Jahren. Wenn man die letzten Jahre Revue passieren lässt, fragt man sich allerdings was noch normal ist. Aber lassen wir das nun einfach so.

Mitte Mai waren die Triebe so lang, dass wir schon am 23. Mai mit dem Aufbinden beginnen mussten.

Üblich ist die Zeit Mitte Juni.

Schreckliche Maifröste bis -3°C  hatten in manchen Regionen für grosse Schäden gesorgt.

Zum Glück blieb die Saar verschont. Dem zu Folge hatten wir eine wunderbare, dem Austrieb entsprechend, extrem frühe Blüte Anfang Juni, welche uns hervorragende Fruchtansätze bescherte.

Viele Menschen in Deutschland sprachen von einem kühlen, feuchten Sommer. Die Wetterbedingungen kamen dem Riesling sehr entgegen. Gemäßigte Wärme und ab und zu Regenschauer ließen ein perfektes Wachstum zu.

Im August kam dann der grosse Schock durch einen gewaltigen Hagelschlag in einigen Mosel Regionen. Auch dieses Mal hatten wir eine schützende Hand über den Weinbergen der Saar.

Im September begann ein traumhafter Altweiber Sommer, der sich auch im Oktober fortsetzte.

Nach 140 Tagen Vegetationszeit haben wir am 22. Oktober mit der Lese begonnen.

Bei gutem Wetter und bedingt durch die lange Reifezeit konnten wir einen äußerst beachtlichen Jahrgang in den Keller bringen.

Die Beschreibungen kraftvoll, saftig, elegant und ausgewogenes Fruchtaroma passen durchaus auf die gesamte 11er Kollektion.

Unserer Philosophie folgend setzen wir weiter auf Mineralität und verhaltene Restsüsse. Eben Weine die jedes Essen umschmeicheln und unterstützen.

 

 

Herbstbericht 2008

Die ersten drei Monate des Jahres brachten zum Teil sehr starke Niederschläge bei wenig winterlichen Temperaturen. Der Austrieb war zum angemessenen Zeitpunkt Ende April. Der Mai war zu naß, die Temperaturen ließen ebenfalls sehr zu wünschen übrig.

Trotzdem hatten wir dann eine relativ zufriedenstellende Blüte Mitte Juni, die aber leider durch Regen beeinträchtigt wurde. Dann kam der Sommer, der nicht wirklich ein Sommer war. Die Sonne zeigt sich nur selten, trotzdem ging es in den Weinbergen zügig voran.

Wir begannen mit der Lese am 13.Oktober bei milden Temperaturen. Der sogenannte goldene Oktober viel leider in diesem Jahr aus. Hohe Mostgewichte waren nicht in Sicht, dafür aber sehr gesundes Lesegut.
Dennoch waren wir zufrieden mit der Ernte, die am 3.November beendet wurde.
Wir verbuchten fruchtige Qualitäten mit einer spritzigen Säure, die den Jahrgang wohl sehr langlebig macht.
 

Herbstbericht 2007

Bedingt durch sehr mildes Wetter im März hatten wir in diesem Jahr einen äußerst frühen Austrieb, und Mitte April waren die ersten Blättchen zu sehen. Da  April und Mai  ebenfalls sehr warm waren, verlief die Blüte bei optimalem Wetter ziemlich zügig und war bereits Ende Mai beendet. Juni und Juli waren relativ trocken. Ab August stellt sich ein Dauerregen ein, die Sonne zeigt sich nur selten. Dennoch war es in Ordnung für die Reben, die dadurch genügend Feuchtigkeit aufnehmen konnten um einen optimalen Mineralstoffhaushalt zu erzielen.

Mit sehr gesundem Lesegut begannen wir frohen Mutes unseren Herbst am 6. Oktober. Das gute Wetter ließ uns zügig vorwärts kommen, sodass wir am 30. Oktober den letzten Traubenwagen nach Hause bringen konnten.
Die durchschnittliche Vegetationszeit beträgt 100 Tage. In diesem Jahr lagen wir zwischen 120 - 140 Tagen. Dies wirkte sich sehr positiv auf die Trauben aus.
Ein ausgewogenes Frucht-Säureverhältnis verschafft dem Jahrgang ein facettenreiches Gesicht mit vielfältigen Nuancen.
Unsere Trauben waren bis zuletzt sehr gesund und Edelfäule dadurch kaum zu finden. Auslesen waren uns deswegen versagt, dafür sind die Kabinett- und Spätleseweine um so fruchtiger.

Unser Focus liegt sowieso mehr auf Weinen mit verhaltener Restsüsse, um eine gute Begleitung zum Essen zu bieten.
 

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Meine Berichte über Jahrgänge 2002-2006

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